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SG Chambtal feiert am 7. und 8. Juni ihr 10-jähriges Bestehen

Der junge Fusionsverein kann seit der Gründung auf ein durchaus bewegendes Vereinsleben zurückblicken.

Die SG Chambtal feiert am 7. und 8. Juni in Dalking ihr 10-jähriges Bestehen. Die SG ist sicherlich kein Verein wie jeder andere und hat durchaus seine eigene Entstehungsgeschichte und hat seinen eigenen Stil in den letzten Jahren durchaus positiv herausgearbeitet.

Am 23. Mai 2003 trafen sich in der Aula der Chambtalsporthalle in Weiding die beiden Fußballabteilungen des FC Dalking und des SV Weiding und unter der Leitung von Bgm. Karl Holmeier wurde die Spielgemeinschaft Chambtal e.V. gegründet. Bevor es zu dieser Gründungsversammlung, welche von beiden Ursprungsvereinen großen Zuspruch erfuhr, kam, waren etliche Hürden zu meistern. Bereits Monate zuvor hatten sich die Fußballabteilungsleiter des FC Dalking -Josef Karl - und des SV Weiding - Josef Heigl -wegen einer Fusion zu einem Fußballverein in erster Instanz verständigt.

Was waren die Gründe für eine Fusion? Die beiden Vereine sind in der Gemeinde Weiding angesiedelt. Der FC Dalking stieg im Jahr 2007 von der Bezirksliga ab, nachdem man vorher bereits erfolgreich in der BOL die Vereinsfarben vertrat. Der SV Weiding führte in der A-Klasse nicht unbedingt ein freudenreiches Leben. Der letztendlich ausschlaggebende Faktor war jedoch, dass auf absehbare Zeit beide Vereine erhebliche Personalprobleme bekommen hätten. Es war zudem auch ein Weg der Vernunft, da beide Dörfer in der Gemeinde nur einen Kilometer voneinander entfernt liegen und die Kinder, sprich der Nachwuchs, gemeinsam die Chambtalschule besuchen.
So machte mann dann den zweiten Schritt und beide Fußballabteilungen führten eine Mitgliederentscheidung durch, welche klar pro Fusion ausfiel. In mehreren Zusammenkünften wurde dann gemeinsam eine Satzung erarbeitet und eine funtionsfähige Vostandschaft zusammengestellt. Bei der Gründungsversammlung wurde dann die Satzung angenommenn und die neue Vorstandschaft bestätigt.

Bereits im Vorfeld konnte man abklären, welcher Spielklasse der neue Verein in der Saison 2003/2004 angehören sollte. Die 1. Mannschaft bekam vom Bay. Fußballverband die Bestätigung für die Kreisliga und die zweite Mannschaft startete in der B-Klasse. Bereits zur ersten Saison konnte man mit sechs Jugendmannschaften starten.

Die Verantwortlichen waren sich von der ersten Stunde an bewusst, dass der Start des neuen Vereins sicherlich nicht leicht sein würde, da man vor einem kompletten Neuanfang stand und der Findungsprozess sicher nicht von Heute auf Morgen vonstatten gehen wird.
Die Vereinsphilosophie war von Beginn weg festgeschrieben. Wenn man schon eine Fusion eingeht, dann sollte man den sportlichen Weg auch mit den eigenen Leuten gehen, da es keinen Sinn macht, eine Fusion einzugehen um dann noch dazu Legionäre oder Bezahlspieler auflaufen zu lassen. Diesem Grundsatz blieb die SG bisher treu und im Nachhinein kann man dabei nur auf positive Erfahrungen zurückblicken.

In der 1. Saison übernahm Josef Karl, welcher zugleich in Personalunion zweiter Vorsitzender und Fußballabteilungsleiter war, das Traineramt bei der SG Chambtal.

Gründungsmannschaft

Der sportliche Start war dann auch alles andere als vielversprechend. Bereits nach kurzer Zeit war man ans Tabellende der Kreisliga Ost durchgereicht worden. Das Ziel, die Klasse in der ersten Saison zu halten, was ja auch für die Zukunft wichtig war, schien in weite Ferne gerückt, nachdem man nach neun Spieltagen noch keinen einzigen Sieg einfahren konnte. Der Umschwung kam dann am 28. Sept. 2003 mit dem 3:0 Heimsieg auf dem Sportplatz an der Ränkamer Straße gegen die SpVgg Wi-Wa. Nun folgten noch zwei Siege und dabei putzte man auch den souveränen Tabellenführer FC Furth im Wald am Weidinger Postweg in einem denkwürdigen Spiel vor großer Zuschauerkulisse mit 2:1. Die SG hatte sich nun endgültig stabilisiert und neben B. Karl, welcher 8 Jahre in Folge Kapitän bei der SG war, sowie R. Schönberger und TW B. Feil etablierte sich zusammen mit den alten Recken H. Münch, C. Serve und T. Karl eine Elf, welche von vielen schon abgeschrieben, letztendlich mit dem Abstieg nichts zu tun hatte und am Saisonende einen hervorragenden 7. Tabellenpaltz belegte. Somit hatte man letztendlich die erste sportliche Herausforderung gemeistert und nachdem auch die 2. Mannschaft einen guten 4. Platz belegte, konnte man beruhigt für die Zukunft planen.

Nachdem Josef Karl nach erfolgreichem Startjahr nicht mehr als Trainer für die 1. Mannschaft zur Verfügung stand und sich um die 2. Garnitur kümmerte, suchte man nach einem neuen Mann an der Kommandobrücke der SG.

Mit Karl-Heinz Zollner, einem der erfolgreichsten Fußballspieler des Landkreises Cham und ehemaligen Kapitän der legendären Miltacher Elf, konnte man einen kompetenten Mann ins Chambtal holen. Im Juni 2004 begann dann die überaus erfolgreiche Tätigkeit von K.H. Zollner bei der SG.

Unter seiner Regie änderte sich das Mannschaftsgefüge in den darauffolgdenden Jahren merklich. Die gute Jugendarbeit in der Jugendabteilung unter der Führung von Heinz Kreis zeigte ihre Früchte und die Talentschmiede der SG brachte hervorragende Akteure hervor, welche zum Großteil Stammspieler der 1. Mannschaft wurden.

Im Jahre 2004 fassten Hubert Fischer und Martin Karl in der ersten Mannschaft Fuß und in den darauffolgenden Jahren folgten mit Sebastian Bach, Patrick Meingast, Martin Ruhland, Andreas Haas und Markus Olson Spieler mit hervorragenden Qaulitäten. Das Ziel, sich jedes Jahr um einen Schritt weiter zu entwickeln konnte klar ersichtlich umgesetzt werden. In der Saison 2004/2005 erreichte man einen 4. Tabellenplatz mit 39 Punkten und 52:45 Toren.
In der darauffolgenden Saison 2005/2006 konnte man ebenfalls den 4. Platz holen, doch diesmal holte man bereits 50 Punkte und mit 66:40 Toren war die Vorwärtsentwicklung auch offensichtlich.

Inzwischen war Jürgen Neidhardt zum Fußballabteilungsleiter und 2. Vorsitzenden der SG gewählt worden und behielt diese Funtion bis ins Jahr 2011. In diesem Jahre untermauerte auch die 2. Mannschaft mit einem 4. Platz ihre aufsteigende Entwicklung.

Supersaison 2007:

Den absoluten Höhepunkt in der bisherigen Vereinsgeschichte erreichte man dann in der Saison 2006/2007.
In einer Hammersaison konnte beiden Seniorenteams die Meisterschaft erringen, was im Jahr 2007 bayernweit einmalig war. Während die 2. Mannschaft (Bild unten) unter Sepp Karl den Aufstieg in die A-Klasse mit 12 Punkten Vorsprung souverän schaffte, musste die 1. Mannschaft in die Verlängerung.

Aufstieg Zweite

 

Das Team von K.H. Zollner (Bild unten) erreichte in der laufenden Saison 55 Punkte mit einem Torverhältnis von 45:21 Treffern. Damit lag man am Saisonende punktgleich mit dem großen Konkurrenten SV Wald-Süssenbach auf dem ersten Platz. In der laufenden Runde verlor die Zollner-Elf gegen die Torfabrik des SV, welche insgesamt 75 Treffer erzielte, zweimal klar.

aufstieg1

Wer wird Meister? Nun musste ein Entscheidungspiel die Meisterschaft entscheiden, welches am 29. Mai 2003 in Mitterdorf angesetzt wurde. Bei Regenwetter sahen 1.200 Zuschauer eine packende Partie und die SG hatte aus den beiden Niederlagen während der Saison gelernt und machte es diesmal besser. Nachdem es in der Halbzeit noch 0:0 stand, brachte C. Kulzer die SG in Führung und M. Olson erzielte mit seinem Treffer den 2:0 Endstand und somit war der direkte Aufstieg in die Bezirksliga Oberpfalz/Nord geschafft.

Damit wurde eine Supersaison mit der Doppelmeisterschaft gekrönt. Wiege des Erfolgs war sicherlich die permanent erfolgreiche Jugendarbeit. Die Seniorenmannschaften bekamen aus dem Jugendbereich laufend gut geschulten Nachwuchs, sodass die Mannschaften immer jünger und stärker wurden. Die Jugendtrainer Reinhard Schlamminger und Horst Amberger zogen junge Akteure heran, welche man nahtlos und ohne jegliche Bedenken in den Seniorenbereich eingliedern konnte. Der Meistermannschaft gehörten dann immerhin sieben Akteure an, welche unter 22 Jahren waren. Die junge Truppe mit einem Durchschnittsalter von 22,5 Jahren wurde von manchem Gegner oft als verstärkte Jugendmannschaft belächelt, setzte sich aber mit der damals oberpfalzweit besten Abwehrleistung am Ende durch.

Das erfolgreichste Jahr der Vereinsgeschichte wurde mit der Verleihung des Sepp-Herberger-Preises am 1. 7. 2007 an die Jugendabteilung der SG Chambtal und mit dem Zuschlag für den DFB-Stützpunkt - Jugendförderung noch wesentlich getopt. Damit zollte man auch auf höchster Ebene der hervorragenden Arbeit von Jugendleiter Heinz Kreis und seinem gesamten Team Respekt.

Genau fünf Jahre nach Gründung des Vereins konnte die SG im Jahre 2007 großartige Erfolge vorweisen und das Modell SG Chambtal hatte sich als absolutes Erfolgsmodell bestätigt.

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